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Was ist ein NAS Datensicherung und was bedeutet NAS Daten zu sichern?

  • Juli 15, 2022, Rob Morrison

In der digitalen Welt sind regelmäßige Backups ein absolutes Muss und unvermeidbar. Es gibt nichts schlimmeres, als den plötzlichen Verlust Ihrer Dokumente, Fotos oder Videos. NAS Backups ermöglichen es, Daten mittels der sogenannten 3-2-1-Methode zu sichern. Diese Methode besteht aus drei verschiedenen Datenkopien: zwei interne Medien und einem externen Backup. Für die bestmögliche Sicherung Ihrer Daten kann diese Art der Datensicherung einfach mit einer Backup Software kombiniert werden.

Was genau man unter der Network Attached Storage (NAS) versteht, welche Vorteile diese Art von Datensicherung bietet und wie Sie Ihre Daten mit Bacula Enterprise sichern, haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Was ist eine NAS-Datensicherung und was bedeutet NAS Daten zu sichern?

NAS (Network Attached Storage) ist ein netzgebundener Speicher. Ein NAS-Backup benötigt ein NAS-Gerät, was quasi ein kleiner Computer ist, denn es hat ein Gehäuse, einen Prozessor, ein Betriebssystem und mindestens eine Festplatte. Das Gerät wird mit einem Netzwerkkabel mit Ihrem Router verknüpft und ist somit Teil Ihres Netzwerks. Durch Übertragungsprotokolle werden die Daten im Netzwerk gesichert.

Die NAS-Datensicherung braucht keinen bestimmten PC oder Server, um Daten zu sichern, da es durch den direkten Netzwerkanschluss automatisch arbeiten kann.

Dank der NAS-Datensicherung können Backups gleichzeitig von mehreren Geräten aus erfolgen. Alle Daten werden zentral im Netzwerk abgesichert. Die automatische Sicherung garantiert, dass alle Daten stets im Backup gespeichert sind und somit wird die Wahrscheinlichkeit von Datenverlust deutlich verringert.

Wie funktioniert eine NAS- Datensicherung?

In erster Linie dient ein NAS-Backup zur Sicherung von Daten. So funktioniert es:

  • Sämtliche Daten unterschiedlicher PCs, Smartphones und anderen Geräten können mit einer NAS Datensicherung gesichert werden – egal, wo sie sich befinden.
  • Das NAS-Gerät hat einen zusätzlichen USB-Anschluss für eventuelle Erweiterungen oder zum Beispiel einen Drucker – somit können auch Dokumente etc. von allen Geräten innerhalb des Netzwerks gedruckt werden.
  • Der Zugriff im lokalen Netz kann von dem Administrator geregelt werden. Man kann natürlich auch verschiedenen Mitarbeitern Rechte erteilen.
  • NAS-Geräte können mit zuverlässiger Festplattenkonfiguration betrieben werden, damit im Falle eines Ausfalls die Daten auf einer gespiegelten Festplatte (z. B. RAID-1-Spiegelung) gesichert sind und kein Datenverlust droht.
  • NAS-Server unterstützen folgende Protokolle: SMB, AFP, CIFS, NFS.
  • Jedes Gerät innerhalb des lokalen Netzwerks kann auf den NAS-Server zugreifen.

Wozu braucht man ein NAS-System?

NAS-Systeme lassen sich für unterschiedliche Arten der Datensicherung einsetzen. Zum Beispiel für diese:

Datenspeicher

Ein Netzwerkspeicher ist das ideale Backup-System für kleinere Unternehmen. Dank der 4 Festplatten-Steckplätze kann man mit einem NAS-Backup bis zu 40 TB an unterschiedlichen Daten aus dem gesamten Netzwerk sichern. Zusätzlich kann man die Datensicherung dank entsprechender Backup-Software vollständig automatisieren. Diese Art von Backup ist extrem leicht zu verwalten.

Backup-System für Firmen

Für Firmen und Unternehmen gibt es professionelle NAS-Systeme, mit eigenem Mailserver. Eine VPN-Verbindung ermöglicht es den Mitarbeitern, sicher auf das interne NAS-Netzwerk zuzugreifen, sogar von zu Hause. Dies ist beispielsweise mit einem sicheren FTP-Zugang oder WebDAV-Standard möglich.

Mitarbeiter können sogar Kalendereinträge und Adressdaten synchronisieren, damit wichtige Informationen für alle jederzeit greifbar sind.

NAS-Systeme können auch für die Überwachung eingesetzt werden. Hierzu muss man lediglich die Überwachungskameras an NAS-Server koppeln und die entsprechende Software installieren. Für Unternehmen, die eine NAS-Backup-Lösung implementieren wollen, ist es ratsam, eine Backup Software, wie zum Beispiel Synology-Sicherungssoftware von Bacula, zu nutzen.

Cloud

Das NAS-System ist normalerweise mit einem Router verbunden und ermöglicht es, dass alle Mitglieder, die sich im Netzwerk befinden, stets Zugriff darauf haben. Somit eignen sich NAS-Systeme auch perfekt als private Cloud, da eine NAS-Datensicherung über das Internet erfolgen kann. Diese Art von Backup ist eine ausgezeichnete Alternative zu anderen Clouds, wie zum Beispiel Google Drive oder iCloud. Diese Lösung ist für Unternehmen sinnvoll und auch für Privatpersonen.

Medienarchiv

NAS-Geräte eignen sich nicht nur als Backup von Dokumenten und Dateien, sondern auch zur Ablage von unterschiedlichen Medien. Gespeicherte Filme, Bilder und Co. sind so jederzeit für jeden im Netzwerk griffbereit und können auf verschiedenen Endgeräten wie zum Beispiel einem Fernseher abgespielt werden. Hierfür muss auf einem Smart-TV der UPnP-AV-Server aktiviert werden, damit der Fernseher das NAS-Gerät erkennen kann. Alternativ können die Medien auf Geräten abgespielt werden, die direkt über das Netzwerk mit dem NAS-System verbunden sind.

Weiterhin können NAS-Geräte bestimmte Inhalte in Formate umwandeln, damit sie auf einem Empfängergerät abgespielt werden können. So können zum Beispiel MKV Dateien in MP4 umgewandelt werden, falls ein Endgerät nur MP4 abspielen kann. Die Umwandlung geschieht automatisch. Da alle Geräte, die sich im Netzwerk befinden, auf den NAS-Server zugreifen können, eignet sich ein NAS- System hervorragend als Medienarchiv für die Familie oder sogar Kleinstunternehmen.

NAS-System Schnittstellen

Normalerweise ist ein NAS-Backup-System direkt über Ethernet oder TCP/IP direkt Teil des Netzwerks. Die intelligente Bauweise der Geräte ermöglicht es, mehrere Schnittstellen gleichzeitig zu nutzen. Allerdings benötigt man dazu zusätzliche NAS-Implementierungen, um Mehrfachzugriffe auf Dateien zu ermöglichen.

Wird ein NAS-System nur für den Heimgebrauch eingesetzt, kann man einfach eine Webschnittstelle anpassen. Anders als in SAN-Systemen (Speichernetzen) läuft der Zugriff auf NAS-Server dann über NFS, CIFS, HTTP, FTP oder SMB Protokolle ab.

NAS-Datensicherung Vor- und Nachteile

Die Datensicherung mittels eines NAS-Systems hat viele Vorteile, aber auch einige Herausforderungen:

Vorteile

  • Schnell und einfach. NAS-Systeme haben eine schnelle Verbindung und sind eine bedienerfreundliche Lösung zur Datensicherung.
  • Geringer Energieverbrauch. Die meisten Server verbrauchen wenig Strom, obwohl sie nahezu 24 Stunden pro Tag arbeiten. NAS-Geräte verbrauchen in der Regel 10 bis 20 Watt.
  • Große Datenmengen. Dank mehrerer Festplatten-Slots kann ein NAS-Gerät größere Datenvolumen verarbeiten.
  • Zentrale Ablage. Unmengen an Gerätedaten können zentral gespeichert und allen Nutzern im Netzwerk zugänglich gemacht werden.
  • Datensicherheit. Ist das Gerät RAID-fähig ist, ist die Sicherheit garantiert.
  • Hohe Übertragungsgeschwindigkeit. Hochwertige NAS-Geräte mit Gigabit-LAN weisen eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit auf.

Nachteile

  • Langsame Datenübertragung. NAS-Systeme übertragen Daten normalerweise langsamer in Vergleich zu USB 3.0, es sei denn, man hat ein NAS-Modell mit Gigabit-LAN.
  • Cryptotrojaner. Ohne RAID 1 oder RAID 6 kann ein NAS-System anfällig für Cryptotrojaner sein.
  • Eigenständige Softwarelösungen nötig. NAS-Systeme brauchen eine Backup Software, um bestmöglich genutzt werden zu können, hier empfiehlt sich zum Beispiel die Synology Datensicherungssoftware von Bacula Enterprise

Sicherung des Backups

Die perfekte Datensicherung gibt es nicht. Doch mit dem 3-2-1-Backup-Prinzip kommt man nahe dran. Zusätzlich zur NAS-Datensicherung ist es ratsam, zumindest ein weiteres Backup zu haben. Wenn ein NAS-System als Speicherort und nicht als Backup genutzt wird, sollte man in jedem Fall ein Backup erstellen, um Datenverlust zu vermeiden.

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Backup mit einem weiteren NAS-System: Daten können hier einfach und schnell mit einem NAS-Protokoll gesichert werden.
  • Externes Backup, z. B. eine USB-Festplatte: funktioniert schnell und einfach, doch nicht automatisch. Anwendungen oder Systemkonfigurationen können hier auch nicht gesichert werden.
  • Cloud: Die flexibelste Lösung, da geringer Speicherplatz benötigt wird. Die Anschaffungskosten sind gering und es ist kaum Wartung nötig.
  • Backup auf einem Dateiserver: Dies benötigt mehr Speicherplatz, im Vergleich zu einem NAS-System. Unterstützte Protokolle sind: WebDAV, HTTP, OpenStack, rsync, und S3.

NAS-Sicherungssoftware von Bacula

Geeignet für Synology Datensicherungssoftware und andere NAS-Anbieter - Bacula Enterprise.

Das Open-Core-Produkt Bacula Enterprise wurde entwickelt, um den Datensicherungsanforderungen von IT-Organisationen gerecht zu werden, die für NAS-basierte (Synology und andere Hersteller) Infrastrukturen verantwortlich sind und sich aus Kostengründen keine zusätzliche hochwertige Sicherungssoftware leisten können.

Die Sicherungssoftware von Bacula Enterprise besteht aus vier Elementen: der Bacula Enterprise Edition, dem Bare Metal Recovery für Linux, dem NDMP-Tool und dem Accelerator für NetApp. Die Sicherungslösung kann in einer normalen Bacula Enterprise-Umgebung in kurzer Zeit installiert und angepasst werden.

Vorteile

  • Die Sicherungssoftware von Bacula Enterprise ist eine eigenständige, alles-in-einem NAS-Software für Synology, NDMP- und ein Programm für NetApp-Funktionen.
  • Einzelne Daten können bequem wiederhergestellt werden.
  • Daten werden zuverlässig, vollständig und inkrementell auf Ihrem NAS-Gerät gesichert.
  • Rasche Image-Sicherung auf der Blockebene Ihrer NetApp (SMTAPE)
  • Möglichkeit der Wiederherstellung der Daten von Ihrem NAS-Server
  • Untersützung von klassischen Bändern und Festplatten
  • Platzsparend durch Deduplizierung bei einer externen Synology-Sicherung
  • Die Komprimierung der Comm-line spart Netzwerkbandbreite, und erleichert so die Sicherung in der Cloud.
  • Die Sicherung erfolgt automatisch.
  • Die Verschlüsselung zwischen Sicherungssystemelementen und Ihrem NAS-Speicher sorgt für bessere Sicherheit.

Synology Cloud-Sicherung

Mit der Synology Sicherungssoftware von Bacula Enterprise können Sie folgende Clouds nutzen:

  • Microsoft Azure
  • Amazon und S3
  • Google
  • Oracle

Die NAS-Sicherung mit Bacula Enterprise ist ausschließlich für die Red-Hat-Enterprise Linux-Plattformen erhältlich, ist aber auch mit verschiedenen anderen Anbietern kompatibel.:

  • Hitachi BlueArc (Bacula Enterprise 6 und höher)
  • etApp mit Data ONTAP 7.3 und höher
  • EMC Celera (Bacula Enterprise 6 und höher)

Fazit

Klassische USB-Backups schützen vor Datenverlust bei Hardware-Defekten und versehentlichem Löschen. Sie sind die einfachste Form des Backups Ihrer Daten.
Mit Cloud-Backups und NAS-Apps schützen Sie Ihre Daten zusätzlich vor Diebstahl und anderen Eventualitäten, da die Daten bei Dritten gelagert werden. Ein Cloud-Backup ist flexibel und bietet eine größere Auswahl an Tools, kopiert allerdings mehr Daten als nötig. Zur Verschlüsselung Ihrer Daten werden beide Varianten benötigt.
Die Datensicherung auf einem privaten, externen Server ist optimal, wird jedoch selten von Privatnutzern in Erwägung gezogen, da es kompliziert und teuer scheint.
Zur bestmöglichen Sicherung Ihrer Daten ist es ratsam, sich etwas Know-How anzueignen und darauf basierend zu entscheiden, was die beste Lösung für Sie privat ist. Unternehmen sollten hier einen Experten hinzuziehen.
Mit einem verschlüsselten Cloud-Backup kann man grundsätzlich nichts verkehrt machen, doch muss es nicht unbedingt die optimale Lösung für Sie oder Ihr Unternehmen sein.

 

Über den Autor

Rob Morrison Rob on LinkedIn

Rob Morrison ist der Marketingdirektor bei Bacula Systems. Er begann seine IT-Marketing-Karriere bei Silicon Graphics in der Schweiz, wo er fast 10 Jahre lang in verschiedenen Marketing-Management-Positionen sehr erfolgreich war. In den folgenden 10 Jahren hatte Rob Morrison auch verschiedene Marketing-Management-Positionen bei JBoss, Red Hat und Pentaho inne und sorgte für das Wachstum der Marktanteile dieser bekannten Unternehmen. Er ist Absolvent der Plymouth University und hat einen Honours-Abschluss in Digital Media and Communications und ein Overseas Studies Program absolviert.

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