Red Hat Virtualization hat sich zu einer Eckpfeilerplattform für die IT-Infrastruktur von Unternehmen entwickelt, die geschäftskritische Workloads in Regierungsbehörden, Gesundheitssystemen, Finanzinstituten und Forschungseinrichtungen unterstützt. Da diese Umgebungen immer komplexer und größer werden (bis zu 400 Hosts in einem einzigen RHV-Cluster), wird der Bedarf an ausgefeilten Sicherungs- und Wiederherstellungslösungen immer dringender.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Entwicklung von RHV im August 2020 eingestellt wurde und das betreffende Produkt seitdem nur noch Wartungsupdates erhält – wobei Updates für die erweiterte Lebensphase bis 2026 geplant sind. Es gibt jedoch immer noch viele Umgebungen, die es für verschiedene Anwendungsfälle nutzen und so den Migrationsprozess auf die OpenShift Container-Plattform – den offiziellen Nachfolger von RHV – verzögern.
Während RHV robuste Virtualisierungsfunktionen bietet, erfordert der Schutz dieser Umgebungen spezialisierte Backup-Technologien, die sich nativ in die oVirt-APIs integrieren lassen und die einzigartigen Merkmale der KVM-basierten Virtualisierung verstehen. Ransomware-Bedrohungen haben sich so entwickelt, dass sie speziell auf Hypervisor-Ebenen abzielen, da sie erkannt haben, dass eine Kompromittierung der Virtualisierungsinfrastruktur den Zugriff auf Dutzende oder Hunderte von virtuellen Maschinen über einen einzigen Angriffsvektor ermöglicht.
RHV-Implementierungen in Unternehmen erfordern Backup-Architekturen, die mehr als nur periodische Snapshots liefern. Moderne Datensicherungsstrategien müssen agentenlose Backup-Vorgänge bieten, die die VM-Performance nicht beeinträchtigen, mehrere Speicher-Backends unterstützen, ohne sich an einen bestimmten Anbieter zu binden, und eine intelligente Snapshot-Verwaltung bieten, die ein Aufblähen des Speichers verhindert. Gleichzeitig sehen sich Unternehmen mit den zunehmenden gesetzlichen Anforderungen von GDPR, HIPAA, SOC 2 und branchenspezifischen Compliance-Frameworks konfrontiert, die nachprüfbare Backup-Verfahren, verschlüsselten Datenschutz, unveränderliche Speicherfunktionen und detaillierte Audit-Protokolle verlangen – Anforderungen, die native Hypervisor-Tools einfach nicht erfüllen können.
