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title: "Online- und Offline-Sicherung und -Wiederherstellung von DB2-Datenbanken mit Bacula Enterprise"
published_at: "2026-07-14T17:09:05+00:00"
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# Online- und Offline-Sicherung und -Wiederherstellung von DB2-Datenbanken mit Bacula Enterprise

## Vollständige, inkrementelle und differenzielle DB2-Sicherung und -Wiederherstellung

DB2 ist eines der ältesten relationalen Datenbankmanagementsysteme, das in Unternehmensumgebungen nach wie vor weit verbreitet ist. Finanzdienstleister und Behörden sind in hohem Maße darauf angewiesen, da keiner dieser Sektoren Transaktionsausfälle oder ungeplante Ausfallzeiten hinnehmen kann. Große DB2-Bereitstellungen umfassen häufig mehrere Instanzen mit Dutzenden von Datenbanken unter einem einzigen Administrator, und die Folgen einer fehlgeschlagenen oder unvollständigen Sicherung in solchen Umgebungen können schwerwiegend sein – sie reichen von kritischen Datenverlusten über mehrere Workloads hinweg bis hin zum Risiko von Strafen wegen Nichteinhaltung von Compliance-Vorgaben.

Ein Backup- und Wiederherstellungsprogramm auf Dateiebene kann eine laufende DB2-Datenbank nicht wirksam schützen, da es Daten auf Dateisystemebene kopiert, ohne zu erkennen, was DB2 intern ausführt. Infolgedessen ist der Snapshot inkonsistent, und die Datenbank lässt sich nicht sauber wiederherstellen.

Das Bacula Enterprise DB2-Plugin verhindert Datenverluste und unterstützt die Notfallwiederherstellung in aktiven DB2-Umgebungen, indem es Daten über eine Unix- Named-Pipe direkt an die DB2-eigene Backup- und Wiederherstellungs-API weiterleitet. Das Plugin liest automatisch die Konfiguration jeder Datenbank ein und ermittelt, ob eine Online- oder Offline-Sicherung möglich ist. Somit erfordert der gesamte Prozess keinen manuellen Eingriff. Bei Datenbanken, die für die Unterstützung von Online-Sicherungen konfiguriert sind, führt das Plugin vollständige, inkrementelle und differenzielle Sicherungen durch, während die Datenbank online bleibt und uneingeschränkt genutzt werden kann. Im Folgenden finden Sie eine detaillierte Übersicht über das DB2-Plugin von Bacula sowie das gesamte Funktionsspektrum, das Bacula Unternehmen bietet.

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## Wichtigste Funktionen des DB2-Plugins von Bacula

### Backup Intelligence

- **Automatische Online-/Offline-Erkennung** – Das Plugin liest zum Zeitpunkt der Jobausführung die Einstellungen *TRACKMOD* und *LOGARCHMETH1* jeder Datenbank aus und ermittelt, ob eine Online- oder Offline-Sicherung möglich ist (keine manuelle Konfiguration erforderlich).
- **Vollständige, inkrementelle und differentielle Sicherungsstufen** – Das DB2-Plugin führt alle drei Jobstufen nativ aus und erfasst nur geänderte Daten, wodurch sich die Sicherungsfenster bei inkrementellen und differentiellen Durchläufen verkürzen.
- **Automatische Schemaerfassung** – Das Plugin extrahiert das Datenbankschema und speichert es als separate Datei, wodurch neben dem Datenabbild ein wiederherstellbarer DDL-Snapshot zur Verfügung steht.
- **Docker-Unterstützung** – Das Plugin kommuniziert mit DB2, das in einem Docker-Container ausgeführt wird, indem es alle db2-Befehle mit einem konfigurierbaren *bin_dir*-Präfix umschließt, um den Sicherungsjob innerhalb der Containerumgebung auszuführen, ohne dass Änderungen an der Plugin-Konfiguration erforderlich sind.

### Flexibilität bei der Wiederherstellung

- **Wiederherstellung der ursprünglichen oder einer neuen Datenbank** – Mit dem Parameter *where* können Administratoren eine Datenbank unter ihrem ursprünglichen Namen oder in einer neuen Datenbank wiederherstellen, die vom Plugin während des Wiederherstellungsvorgangs automatisch erstellt wird.
- **Inkrementelle Wiederherstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt** (PITR) – Das Plugin wendet Voll-, Differenz- und inkrementelle Abbilder automatisch in der richtigen Reihenfolge an, wobei das letzte Abbild die Datenbankprotokolle extrahiert, damit Administratoren einen ROLLFORWARD zu jedem gewünschten Zeitpunkt ausführen können.
- **Verzeichnis-Dump für die manuelle Wiederherstellung** – Durch Setzen des *where*-Parameters auf einen Verzeichnispfad werden rohe DB2-Image-Dateien auf die Festplatte wiederhergestellt, sodass Administratoren native DB2-Wiederherstellungsbefehle direkt für eine granulare oder teilweise Wiederherstellung verwenden können.

### Betriebssteuerung

- **Automatische Verbindungsbeendigung** – Bei Offline-Sicherungen beendet das Plugin alle aktiven Sitzungen, deaktiviert die Datenbank, führt die Sicherung durch und stellt den Betrieb automatisch wieder her, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist.
- **Datenübertragung über Named Pipes** – Die Daten werden über eine Unix-Named-Pipe statt über das Dateisystem übertragen, um das Schreiben von temporären Dateien auf die Festplatte zu vermeiden, wodurch lokaler Speicherplatz gespart und die Übertragung beschleunigt wird.
- **Datenbankauswahl über Glob-Muster** – Der Datenbankparameter akzeptiert Glob-Ausdrücke, um auszuwählen, welche Datenbanken einer Instanz gesichert werden sollen, und löst automatisch einen Fehler aus, wenn das Muster mit keiner Datenbank übereinstimmt.
- **Konfigurierbare Fehlerbehandlung** – Der Parameter *abort_on_error* steuert, ob das Plugin bei einem schwerwiegenden Fehler den gesamten Auftrag abbricht oder den Fehler protokolliert und die Sicherung der verbleibenden Datenbanken fortsetzt.

## Bacula Enterprise DB2-Plugin – Alle Funktionen

### Sicherungsfunktionen

- **Automatische Erkennung des Sicherungsmodus** – Das Plugin liest zum Zeitpunkt der Ausführung die Einstellungen „TRACKMOD“ und „LOGARCHMETH1“ jeder Datenbank aus, um festzustellen, ob eine Online- oder Offline-Sicherung möglich ist, und passt alle Jobparameter automatisch an, ohne dass eine manuelle Konfiguration erforderlich ist.
- **Online-Sicherung auf vollständiger, inkrementeller und differentieller Ebene** – Bei Datenbanken, die mit den Einstellungen „TRACKMOD“ und „LOGARCHMETH1“ konfiguriert sind, führt das Plugin vollständige, inkrementelle und differentielle Sicherungen durch, während die Datenbank online bleibt und uneingeschränkt genutzt werden kann.
- **Offline-Sicherung mit automatischem Lebenszyklusmanagement** – Bei Datenbanken, die keine Online-Sicherung unterstützen, beendet das Plugin alle aktiven Sitzungen, deaktiviert die Datenbank, führt die Sicherung durch und stellt den Betrieb automatisch wieder her, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist.
- **Automatische Schemaerfassung** – Das Plugin extrahiert das Datenbankschema und speichert es als separate DDL-Datei, um Administratoren bei jedem Durchlauf einen wiederherstellbaren Schema-Snapshot zur Verfügung zu stellen.
- **Sicherung mehrerer Datenbankinstanzen** – Der Parameter *database* akzeptiert Glob-Ausdrücke, um auszuwählen, welche Datenbanken einer Instanz in den Sicherungsauftrag einbezogen werden sollen, und löst automatisch einen Fehler aus, wenn das Muster mit keinem Eintrag übereinstimmt.
- **Sicherung von DB2 in Docker-Containern** – Das Plugin kommuniziert auch mit DB2, das in einem Docker-Container ausgeführt wird, indem es alle db2-Befehle mit einem konfigurierbaren Präfix *bin_dir* umschließt, um Sicherungsaufträge innerhalb der Containerumgebung auszuführen.
- **Datenübertragung über Named Pipes** – Die Daten werden über eine Unix-Named-Pipe übertragen, um das Schreiben temporärer Dateien auf die Festplatte zu vermeiden, was lokalen Speicherplatz spart und die Übertragung beschleunigt.
- **Verfolgung von Sicherungszeitstempeln** – Das DB2-Sicherungstool zeichnet den Zeitstempel jedes Sicherungsabbilds auf und nutzt diesen, um die Reihenfolge inkrementeller und differentieller Wiederherstellungen über mehrere Auftragsläufe hinweg zu koordinieren.

### Wiederherstellungsfunktionen

- **Einzelne vollständige Datenbankwiederherstellung** – Das Plugin stellt eine vollständige Datenbanksicherung wieder her, indem es die Datei *data.sql.** aus dem Bacula-Katalog auswählt und sie unter dem ursprünglichen Datenbanknamen oder einem neuen, über den Parameter „where“ angegebenen Namen wiederherstellt.
- **Erstellung einer neuen Datenbank bei der Wiederherstellung** – Wenn der Parameter „where“ auf einen gültigen Datenbanknamen gesetzt ist, erstellt das Plugin die Zieldatenbank automatisch und stellt die Daten darin wieder her, ohne dass der Administrator die Datenbank zuvor manuell einrichten muss.
- **Inkrementelle Wiederherstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt (PITR)** – Das Plugin wendet Voll-, Differenz- und inkrementelle Images automatisch in der richtigen Reihenfolge an, wobei das letzte Image die Datenbankprotokolle extrahiert, damit Administratoren den Befehl *ROLLFORWARD* auf jeden gewünschten Zeitpunkt ausführen können.
- **Schutz vor doppelten Datenbanken** – Wenn der Parameter „replace“ auf „Never“ gesetzt ist, überprüft das Plugin vor Beginn der Wiederherstellung die Liste der vorhandenen Datenbanken und bricht den Vorgang automatisch ab, falls die Zieldatenbank bereits existiert.
- **Weiterleitung von Wiederherstellungsoptionen** – Die Parameter *restore_options*, *rollforward_options* und *logtarget* leiten Argumente direkt an die zugrunde liegenden Befehle „db2 restore“ und „db2 rollforward“ weiter, wodurch Administratoren die volle Kontrolle über das Wiederherstellungsverhalten erhalten, ohne das Plugin selbst ändern zu müssen.
- **Verzeichnis-Dump für manuelle Wiederherstellung** – Durch Setzen des Parameters *where* auf einen Verzeichnispfad werden rohe DB2-Image-Dateien auf die Festplatte wiederhergestellt, sodass Administratoren native DB2-Wiederherstellungsbefehle direkt für eine granulare oder teilweise Wiederherstellung verwenden können.
- **Instanzspezifische Wiederherstellung** – Der Parameter *instance* überprüft die Ziel-DB2-Instanz vor Beginn der Wiederherstellung und überspringt den Plugin-Befehl, wenn die Instanz auf dem System nicht mit dem konfigurierten Wert übereinstimmt.

### Funktionale Merkmale

- **Konfigurierbare Fehlerbehandlung** – Der Parameter *abort_on_error* legt fest, ob das Plugin bei einem schwerwiegenden Fehler den gesamten Job sofort abbricht oder den Fehler protokolliert und die Sicherung der verbleibenden Datenbanken in der Instanz fortsetzt.
- **Konfigurierbares Befehls-Timeout** – Der Parameter *timeout* legt die maximale Anzahl von Sekunden fest, die das Plugin während einer Sicherung auf die Ausführung von DB2-Befehlen oder den Aufbau einer DB2-Verbindung wartet; der Standardwert beträgt 120 Sekunden.
- **Gemeinsames Steuerungsverzeichnis** – Der Parameter *ctl_dir* definiert ein Verzeichnis, auf das sowohl der DB2-Dienst als auch der Bacula-Dateidaemon Zugriff haben und in das das Plugin zur Zeit der Jobausführung dynamische Befehlsskripte schreibt; die Berechtigungen können aus Sicherheitsgründen für den Benutzer der DB2-Instanz konfiguriert werden.
- **Befehlsausführung auf Benutzerebene** – Mit den Parametern *unix_user* und *use_sudo* können Administratoren alle DB2-Befehle unter einem bestimmten Betriebssystemkonto anstelle des standardmäßigen Root-Kontos des Bacula-Datei-Daemons ausführen, ohne das Plugin selbst ändern zu müssen.

- **Schnittstelle für Anpassungsskripte** – Der Parameter *user_config_dir* ermöglicht es Administratoren, Plugin-Variablen zum Zeitpunkt der Ausführung eines Jobs zu überschreiben, indem sie benutzerdefinierte Shell-Skripte in einem dafür vorgesehenen Verzeichnis ablegen. Auf diese Weise können native DB2-Optionen wie *COMPRESS* oder *DEDUP_DEVICE* angewendet werden, ohne die Plugin-Konfiguration zu verändern.
- **Speicheroptimierung durch Deduplizierung** – Durch die Einstellung von *DEDUP_DEVICE* im Anpassungsskript wird das Format der Backup-Images für die Speicherung mit „Aligned Device“- oder „Global Endpoint Deduplication“ optimiert, wodurch wiederum der Speicherbedarf auf deduplizierungsfähigen Zielen reduziert wird.
- **Umfassende Jobprotokollierung** – Das Plugin protokolliert jeden Schritt des Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesses im Bacula-Jobprotokoll, einschließlich der Ausgabe von DB2-Befehlen, des Verbindungsstatus und von Fehlermeldungen, sodass Administratoren für jeden Job einen vollständigen Prüfpfad erhalten.

## Was jede Bacula Enterprise-Bereitstellung umfasst

Das DB2-Plugin läuft innerhalb von Bacula Enterprise, was bedeutet, dass jede Installation über einen vollständigen Satz plattformweiter Sicherungs- und Wiederherstellungsfunktionen verfügt, die über die Möglichkeiten des Plugins selbst hinausgehen. Die folgenden Funktionen stehen in allen Bacula Enterprise-Bereitstellungen zur Verfügung, unabhängig von der Umgebung oder der Arbeitslast.

### Backup-Speicher und Kostenkontrolle

Bacula Enterprise ermöglicht Administratoren durch Datenreduzierung und flexibles Ziel-Routing die direkte Kontrolle über die Speicherkosten.

- **Deduplizierung auf Blockebene** – Jeder Datenblock, der im Backup-Katalog mehr als einmal vorkommt, wird nur einmal auf den Speicher geschrieben. Der Speicherbedarf sinkt, ohne dass Änderungen an der Backup-Richtlinie oder am Zeitplan erforderlich sind.
- **Adaptive Komprimierung** – Komprimierungsalgorithmen sind pro Auftrag konfigurierbar. Administratoren passen die Komprimierung je nach Datentyp und verfügbaren Ressourcen an.
- **Verschiedene Speicherzieltypen** – Backups werden auf lokale Festplatten, NAS, SAN, [Bandbibliotheken](https://www.baculasystems.com/de/magnetband-datensicherung/) , Cloud-Objektspeicher wie S3, Azure und Google Cloud oder eine beliebige Kombination davon innerhalb einer einzigen Richtlinie geschrieben.
- **S3-kompatibler Objektspeicher** – Bacula lässt sich mit jedem S3-kompatiblen Anbieter verbinden, um eine langfristige Aufbewahrung ohne Herstellerabhängigkeit zu gewährleisten.
- **Mehrstufige Speicher-Workflows** – Backup-Daten können so konfiguriert werden, dass sie je nach Alter automatisch zwischen verschiedenen Speicherebenen verschoben werden. Häufig aufgerufene Wiederherstellungspunkte verbleiben auf schnellem Speicher, während ältere Daten auf kostengünstigere Speicherorte verlagert werden.
- **„Incremental Forever“** – Nach einem anfänglichen Vollbackup erfasst jeder nachfolgende Job nur die Änderungen. Wiederkehrende Zeitfenster für Vollbackups sind nicht mehr erforderlich.
- **Bandbreitenbewusste Übertragungen** – Zwischen den Backup-Läufen werden nur geänderte Daten über das Netzwerk übertragen. Die Auslastung des Produktionsnetzwerks bleibt gering, ohne dass manuelle Drosselungen oder Umgehungslösungen bei der Planung erforderlich sind.

### Sicherheit und Compliance bei Backups

Sicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sind in jeder Ebene der Plattform integriert, von der Verschlüsselung bei Datenübertragung und -speicherung bis hin zur Zugriffskontrolle und Protokollierung von Prüfvorgängen.

- **AES-256-Verschlüsselung** – Die AES-256-Verschlüsselung deckt den gesamten Datenpfad vom Quellclient bis zum endgültigen Speicherziel ab. Die Schlüsselverwaltung lässt sich entsprechend den Sicherheitsrichtlinien Ihres Unternehmens konfigurieren.
- **Unveränderliche Backup-Kopien** – WORM-kompatibler Speicher schützt Backup-Daten nach dem Schreiben vor Änderungen oder Löschung. [Ransomware](https://www.baculasystems.com/de/blogs/ransomware-schutz/) und Insider-Bedrohungen haben keinen Zugriff auf den Wiederherstellungspunkt.
- **Granulare Zugriffskontrollen** – Benutzerberechtigungen beschränken sich auf bestimmte Aufträge, Wiederherstellungsworkflows und Verwaltungsfunktionen. Jeder Administrator hat nur Zugriff auf die Funktionen, die für seine Rolle erforderlich sind.
- **Umfassende Aktivitätsprotokollierung** – Jede Sicherung, Wiederherstellung und Konfigurationsänderung wird mit Benutzeridentität und Zeitstempel protokolliert. Compliance- und Sicherheitsteams erhalten einen vollständigen, lückenlosen Prüfpfad.
- **Unterstützung regulatorischer Rahmenbedingungen** – Die Plattformkontrollen entsprechen den Anforderungen der DSGVO, HIPAA und SOC 2 durch Verschlüsselung, konfigurierbare Aufbewahrungsrichtlinien und detaillierte Prüfprotokolle.
- **Datenschutzorientierte Architekturen** – Zero-Knowledge-Bereitstellungsoptionen ermöglichen den Betrieb der Backup-Infrastruktur, ohne dass Administratoren Einblick in die geschützten Daten erhalten.

### Backup-Management und -Administration

Zwei sich ergänzende Benutzeroberflächen und eine umfassende Suite von Management-Tools bieten Transparenz und Kontrolle über alle Backup-Vorgänge hinweg.

- **Doppelte Benutzeroberfläche** – BWeb bietet eine grafische Konsole für die tägliche Verwaltung und Überwachung von Jobs. **Bconsole (User Agent)** bietet Betreibern vollständige Befehlszeilensteuerung für Skripterstellung, Automatisierung und erweiterte Konfiguration.
- **Skalierbarkeit ohne Grenzen** – Dieselbe Plattformarchitektur verwaltet Umgebungen von einer Handvoll Servern bis hin zu Tausenden von Servern, alles unter einer einzigen Verwaltungsebene.
- **B Automatische Ressourcenerkennung**B – Die Plattform scannt die Infrastruktur, um Backup-Ziele automatisch zu identifizieren und zu katalogisieren. Der Schutzumfang bleibt auch bei wachsender Umgebung stets auf dem neuesten Stand.
- **Detaillierte Berichterstellung** – Planmäßige Berichte erfassen in festgelegten Intervallen die Ergebnisse von Jobs, Kapazitätstrends, den Compliance-Status sowie die Betriebsleistung.
- **Integration externer Systeme** – Bacula lässt sich ohne zwingende kundenspezifische Entwicklungen mit Überwachungstools, IT-Ticketing-Systemen und Verzeichnisdiensten verbinden.

### Backup-Abdeckung für verschiedene Umgebungen

Physische Server, virtuelle Maschinen, Container und Cloud-Infrastruktur werden alle durch eine einzige, einheitliche Backup-Strategie abgedeckt.

- **Multi-Plattform-Virtualisierung** – Native Integration für [VMware vSphere](https://www.baculasystems.com/de/vmware-sicherung/) , [Hyper-V](https://www.baculasystems.com/de/hyper-v-sicherung/) , KVM, Red Hat Virtualization, [Xen](https://www.baculasystems.com/de/xenserver-backup/) , Azure VM, Proxmox und Nutanix AHV mit einheitlicher Anwendung der Richtlinien auf allen Plattformen.
- **Konvergenz von physischen und virtuellen Systemen** – Physische Server, Workstations und virtuelle Maschinen werden über dieselbe Verwaltungsschnittstelle mit einheitlichen Backup-Richtlinien geschützt.
- **Unterstützung für Container und Cloud-native Umgebungen** – Umfassender Schutz für [Docker](https://www.baculasystems.com/de/blogs/docker-backup-container/) , [Kubernetes](https://www.baculasystems.com/de/blogs/kubernetes-sicherung/) und [OpenShift](https://www.baculasystems.com/de/openshift-sicherung-und-wiederherstellung/) -Umgebungen mit Backups persistenter Volumes und anwendungskonsistenten Snapshots.
- **Multi-Cloud-Speicherintegration** – Native Unterstützung für öffentlichen, privaten und hybriden Cloud-Speicher, einschließlich S3-, S3-IA-, Azure-, Google Cloud-, Oracle Cloud- und Glacier-Schnittstellen mit „Minimal Restore Cost“ (MRC)-Funktionalität
- **Datenbank- und Anwendungsintegration** – Unterstützung von Hot-Backups für Oracle, SQL Server, MySQL, PostgreSQL, SAP HANA und andere geschäftskritische Anwendungen mit vollständiger Transaktionskonsistenz.

### Vorhersehbare Lizenzierung für Backups

Die Softwarelizenzierung von Bacula Enterprise richtet sich nach der Größe der Umgebung und nicht nach dem Datenvolumen. Daher führt ein Anstieg des DB2-Datenbestands nicht zu höheren Lizenzkosten.

- **Volumenunabhängige Lizenzierung** – Eine steigende Backup-Kapazität führt nicht zu höheren Lizenzgebühren. Die Kosten für den Datenschutz bleiben auch bei wachsenden Datenmengen konstant.
- **Vorhersehbare Kostenstruktur** – Dank eines festen Preismodells können Teams ihre Infrastrukturbudgets planen, ohne variable Kosten berücksichtigen zu müssen, die mit Speicherwachstum oder Änderungen der Arbeitslast verbunden sind.
- **Workload-unabhängige Preisgestaltung** – Datenbankgrößen, Serveranzahl und Speichervolumen haben keinen Einfluss auf die Lizenzkosten.
- **Kostenvorteile im großen Maßstab** – Unternehmen, die große oder schnell wachsende DB2-Umgebungen sichern, zahlen dieselbe Lizenzgebühr, unabhängig davon, wie viele Daten sie hinzufügen. Der Kostenvorteil gegenüber Wettbewerbern, deren Preise sich nach der Kapazität richten, wächst mit steigendem Datenvolumen.

### Wiederherstellung und Geschäftskontinuität

Bacula Enterprise bietet Wiederherstellungswege für alle Wiederherstellungsszenarien, von der Wiederherstellung einer einzelnen Datenbank bis hin zum vollständigen Wiederaufbau eines Standorts.

- **Bare-Metal-Wiederherstellung auf Systemebene** – Bacula Enterprise stellt einen kompletten Server von Grund auf wieder her, einschließlich Betriebssystem, Anwendungen, Konfiguration und Daten, ohne dass zuvor eine manuelle Installation erforderlich ist.
- **Plattformübergreifende Datenübertragung** – Sicherungsdaten können auf einem anderen Betriebssystem als dem Ursprungssystem wiederhergestellt werden. Teams haben verschiedene Optionen, wenn keine identische Hardware verfügbar ist oder eine Migration im Gange ist.
- **Geografische Backup-Replikation** – Backup-Sätze werden an geografisch getrennte Speicherorte kopiert. Ein standortweiter Ausfall führt nicht zum Verlust der Wiederherstellungspunkte.
- **Häufige Backup-Planung** – Das potenzielle Zeitfenster für Datenverluste schrumpft auf wenige Minuten.
- **Automatisierte Wiederherstellungsvalidierung** – Die Wiederherstellbarkeit wird durch automatisierte Tests bestätigt, ohne dass ein Administrator eingreifen muss oder ein separater Validierungsprozess erforderlich ist.

## Häufig gestellte Fragen

### Unterstützt DB2 inkrementelle und differentielle Sicherungen?

Ja. DB2 unterstützt nativ vollständige, inkrementelle und differentielle Sicherungsstufen für Datenbanken, die mit TRACKMOD und LOGARCHMETH1 konfiguriert sind. Das Bacula Enterprise DB2-Plugin führt alle drei Stufen automatisch durch und erfasst bei inkrementellen und differentiellen Durchläufen nur geänderte Daten, um die Sicherungsfenster zu verkürzen und den Speicherbedarf zu reduzieren.

### Wie funktioniert die Point-in-Time-Wiederherstellung in DB2?

Die Point-in-Time-Wiederherstellung in DB2 erfordert, dass zunächst das neueste Sicherungsimage wiederhergestellt wird, anschließend alle anderen Images der Reihe nach angewendet werden und schließlich der Befehl ROLLFORWARD ausgeführt wird, um die Transaktionsprotokolle bis zum gewünschten Zeitpunkt zurückzuspulen. Das Bacula Enterprise DB2-Plugin automatisiert den Schritt der Image-Reihenfolge und wendet Voll-, Differenz- und inkrementelle Images automatisch in der richtigen Reihenfolge an. Der Administrator führt den Befehl ROLLFORWARD DATABASE to END OF LOGS AND COMPLETE aus, um die Wiederherstellung abzuschließen.

### Wie arbeitet das Bacula Enterprise DB2-Plugin mit den nativen DB2-Backup-APIs zusammen?

Das Plugin ruft die DB2-Backup- und Wiederherstellungs-APIs direkt über dynamisch generierte Shell-Skripte auf und überträgt Daten über eine Unix- Named-Pipe. Somit arbeitet das Plugin innerhalb des DB2-eigenen Backup-Frameworks, wodurch das resultierende Backup konsistent und wiederherstellbar ist.

### Wie automatisiert das Bacula DB2-Plugin den Übergang zwischen Online- und Offline-Backups?

Das Plugin liest zum Zeitpunkt des Jobs die Konfiguration jeder Datenbank ein und ermittelt, ob ein Online- oder Offline-Backup möglich ist. Bei Datenbanken, die Online-Backups unterstützen, führt es den Job aus, während die Datenbank aktiv bleibt. Bei Datenbanken, die dies nicht unterstützen, führt es den Befehl „QUIESCE DATABASE IMMEDIATE FORCE CONNECTIONS“ aus, um alle aktiven Sitzungen zu beenden, deaktiviert die Datenbank, führt das Backup durch und reaktiviert sie anschließend automatisch.

### Unterstützt das Bacula-DB2-Plugin echte inkrementelle und differenzielle Backups?

Ja, für Datenbanken, die mit TRACKMOD und LOGARCHMETH1 konfiguriert sind.

### Unterstützt das Bacula-DB2-Plugin Datenbanken, die in Docker-Containern bereitgestellt sind?

Ja. Das Plugin kommuniziert mit einer in einem Docker-Container ausgeführten DB2-Instanz, indem es den Parameter *bin_dir* verwendet, um alle DB2-Befehle mit dem Präfix „docker exec“ zu umschließen. Das Datenbankverzeichnis muss über eine Docker-Volume-Einbindung zwischen dem Host und dem Container gemeinsam genutzt werden, damit das Plugin seine Steuerdateien in einen Pfad schreiben kann, auf den von beiden Seiten zugegriffen werden kann.

### Wie stellt man mit Bacula eine DB2-Datenbank unter einem anderen Namen oder auf einem neuen Host wieder her?

Um die Wiederherstellung unter einem anderen Datenbanknamen durchzuführen, setzen Sie während des Wiederherstellungsauftrags den Parameter *where* auf den neuen Namen. Der Name darf nur aus alphanumerischen Zeichen und Unterstrichen bestehen. Bacula erstellt die Zieldatenbank automatisch und stellt die Daten darin wieder her. Für die Wiederherstellung auf einem anderen Host verwenden Sie die Parameter *instance* und *unix_user*, um die richtige DB2-Instanz auf dem Zielserver anzusteuern.

**Weitere Hilfe zur DB2-Sicherung:**

- Suchen Sie nach Implementierungsdetails? Lesen Sie die vollständige [DB2-Plugin-Dokumentation](https://docs.baculasystems.com/BEDedicatedBackupSolutions/Databases/db2/index.html#db2-plugin) .
- Sehen Sie sich die wichtigsten [Funktionen](https://www.baculasystems.com/de/unternehmensbackup-software-loesungen/bacula-unternehmen-backup-software/) der Bacula Enterprise-Software für Sicherung und Wiederherstellung an.
- Verwenden Sie andere Datenbanken in Ihrer Infrastruktur? Bacula Enterprise bietet Lösungen für [Oracle](https://www.baculasystems.com/de/oracle-backup/) -, [PostgreSQL](https://www.baculasystems.com/de/postgresql-backup/) -, [MSSQL](https://www.baculasystems.com/de/exchange-server-backup/) – und [SAP](https://www.baculasystems.com/de/sap-backup/) -Datenbanken.
- Sind Sie an der Sicherung auf Bandmedien interessiert? Werfen Sie einen Blick auf unsere [Band-Sicherungssoftware](https://www.baculasystems.com/de/magnetband-datensicherung/) .
